Im Wissen

Die FFF machen mir Hoffnung, wie ich sie seit Jahren nicht verspürt habe. Und mein Glaube ist zurück, dass ich etwas verändern kann – im Sinne aller, die auf dieser Welt leben und sie erhalten möchten. So tue ich das, was ich kann: Ich singe ein kleines, schlichtes Lied. Und schon kommt auch mir als Liedermacher…

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Mit Dir – Das Album
erschienen am 22. Februar bei Sturm & Klang

„In der Tradition großer Liedermacherkunst – mit allem, was dazu gehört.“
Hooked on Music


"Schnörkellos ehrlich"

Portrait im Deutschlandfunk
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"Haltung zeigen"

Mittwoch, 20. Februar 2019
Portrait der Süddeutschen Zeitung

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Vom Whistleblower zum Liedermacher

oder wie aus einer Abfindung ein Album wird - alles über mich:

Als Spielzeugverkäufer, Opernsänger, Konzert- und Eventmanager, Tennistrainer, Marketingleiter oder Koordinator für Altenheimumzüge hatte Josef Hien in seinem Leben bereits gearbeitet. Diese fröhliche Folge von Anstellungen fand ein jähes Ende, als er sich im letzten Unternehmen über die Zustände im Management ärgerte. Genau zu dieser Zeit fiel ihm eine alte Gitarre in die Hände. Sofort begann er zu schreiben, Lieder und Texte, offenbar schon lange fertig in seinem Kopf. Sein erstes Lied war eine böse Ballade über Mißstände, wie er sie in seiner Firma ebenso wie auch in der Politik erkannte, und er sang dieses Lied auf dem firmeneigenen Sommerfest. Die Musik wirkte – Anwälte wurden eingeschaltet, und die Zeit war reif um loszulassen. Der Job war weg; aber für Josef Hien hatten diese wenigen Minuten Gesang längst alles geändert, denn sie besiegelten seine Rückkehr als Musiker.

Weitere Lieder entstanden, bei Live-Auftritten kamen ältere Damen auf ihn zu und fragten nach den Texten, 20jährige vergaßen für längere Zeit ihr Smartphone! Der Weg ging immer weiter und führte auf wunderbare Weise zum Debütalbum Mit Dir, finanziert mit den letzten Ersparnissen. An diesem Punkt wurde Konstantin Wecker auf den Münchner Liedermacher aufmerksam. Denn Josef Hien singt, wie Wecker sagen würde, „weil er ein Lied hat“ – um zu unterhalten, aber auch um eine Stimme zu haben, und um sich gegen Ungerechtigkeit und politischen Extremismus äußern zu können – gerade jetzt.

Josef Hien ist verheiratet und lebt in München. Er gehört zu den Artists for Future und versucht, ohne Smartphone, Müll und Plastik durch’s Leben zu kommen.

Mit Dir – das Debütalbum von Josef Hien steht ganz in der Tradition der großen deutschen Liedermacher, in größter Verwandtschaft vielleicht zum Geschichtenerzähler Reinhard Mey, dem mit der liebevollen Hommage Mein Respekt auch ein eigenes Lied gewidmet ist. Und doch entwickelt der Münchner „Liederfinder“ schnell seinen eigenen Stil, mit genauem Blick für seine Umwelt, gefühlsstark und lustig, böse und politisch, aber vor allem immer hoch persönlich.

Alle Lieder des Albums entstanden zuerst als reine Gitarren- und Klavierkompositionen. Durch Yoyo Röhm, der als Arrangeur und Produzent bereits für SängerInnen und SchauspielerInnen wie Ben Becker, Katharina Franck oder Jasmin Tabatabai tätig war, erhielten sie ihre endgültige Fassung und dabei die unterschiedlichsten, stets passenden und behutsam gesetzten Farben. Musikalisch bietet Mit Dir somit die große Klavierballade genauso wie rasante Bandnummern, in Elitepartner witzige Anklänge an Urban Brass, oder einen rumpelnden Blues mit Augenzwinkern im von der Lapsteel geprägten Belegt.

Die Aufnahmen fanden mit Streichern, Bläsern und Band, also unheilbar „altmodisch“ mit echten Musikern, im Candy Bomber Studio Berlin statt, die Gesangsaufnahmen im Sky Studio München. Im Mix wurde Mit Dir abschließend in den traditionsreichen Münchner Weryton Studios von Berthold Weindorf, dem langjährigen Toningenieur von Klaus Hoffmann, fertiggestellt.

Das Album Mit Dir ist am 22. Februar in Konstantin Weckers Liedermacher-Label Sturm&Klang erschienen!

Termine

17.12.2019D-MünchenZehnerTickets
01.02.2020D-VelburgKneipenbühne OberweilingTickets
08.02.2020D-Taufkirchen/VilsWasserschlossTickets
15.02.2020D-BerlinMastulTickets
05.03.2020D-WaldkraiburgHaus der KulturTickets
08.03.2020D-SonthofenKulturwerkstattTickets
13.11.2020D-RegenstaufThomas Wiser HausTickets

Vergangene Termine

01.03.2019D-MünchenDas Lihotzkyvorbei
06.03.2019D-MünchenStudio Ackermannvorbei
15.03.2019D-ParsbergNeuer Burgsaalvorbei
30.03.2019D-MünchenKünstlerhaus Festsaalvorbei
13.04.2019D-WaalDeutsches Hausvorbei
04.05.2019D-MünchenTheater Drehleiervorbei
29.05.2019D-WeitersrodaParadiesvogelfestvorbei
14.09.2019D-MünchenIsarinselfestvorbei
30.09.2019D-MünchenVereinsheim Schwabingvorbei
19.11.2019D-MünchenZehnervorbei

Videos

AfD und Pegida sprechen vom Genozid am deutschen Volk, ihre Populisten wollen die „Eliten aus den Parlamenten, Gerichten, Kirchen und Pressehäusern prügeln“. Bei alledem sind in den letzten Jahren mehrere Tausend Menschen im Mittelmeer ertrunken, die keine Lösung wussten als dieses Risiko einzugehen… Wo gehen wir hin? Plötzlich war da nur noch dieses Lied in meinem Kopf…

Und es geht schon wieder los: Christbaumständer, Rentiere, Lichterketten – da müsst ihr durch, wenn ihr nun bald unbedacht ein Kaufhaus, ein Möbelhaus oder einen Baumarkt betretet. Selbst schuld… O du fröhliche!

Was in aller Welt ist ein Elitepartner? Bin ich einer? Oder Du? Eigentlich ist echte Liebe doch immer die Liebe zu jemandem, der genau so herrlich unperfekt ist wie man selbst. Aber ist das überhaupt noch möglich – in einer Zeit die uns durch Algorithmen dreht und optimiert per App anbietet? Und überhaupt, Liebe: Hast Du dafür noch Zeit?

In jedem Jahr gibt Global Footprint Network den sogenannten Weltüberlastungstag bekannt. An diesem Tag haben wir alle regenerierbaren Ressourcen verbraucht, die uns eigentlich für das gesamte Jahr zur Verfügung stehen. Als mein Lied entstand, lag der Tag mitten im August – und wandert seitdem immer weiter nach vorne…

Höher, schneller, weiter, mein Haus, mein Auto… Aber wenn Du nicht bei mir bist, weißt Du eigentlich, was ich dann tu? Ohne Dich vergeht die Zeit, der Wind weht, und ich bin nur das Publikum. Na klar, ich trau mir manches zu. Aber gelingen wird es mir nur – wenn Du bei mir bist.


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Fridays for Future oder: der Gang der Dinge

04.10.2019

Die FFF machen mir Hoffnung, wie ich sie seit Jahren nicht verspürt habe. Und mein Glaube ist zurück, dass ich etwas verändern kann – im Sinne aller, die auf dieser Welt leben und sie erhalten möchten. So tue ich das, was ich kann: Ich singe ein kleines, schlichtes Lied. Und schon kommt auch mir als Liedermacher die Aggression entgegen, der Gutmenschen-Vorwurf, der auf die ganze Bewegung so gern angewendet wird. Und darüber hinaus oft seltsame, eher verstörende Argumente.

Neulich meinte jemand zu mir, der Weg und die Forderungen der Fridays for Future seien doch nichts anderes als purer Egoismus. Es gehe uns doch nur darum, unsere eigenen, armseligen Leben zu retten, obwohl die Erde uns Menschen am Ende gar nicht bräuchte.

Ich kann dazu nur sagen: Ich finde diese Welt wunderschön, und das Leben, das auf ihr möglich ist, empfinde ich als immerwährendes Faszinosum. Und ich wünsche jedem Menschen, dass er das ebenso empfinden und notfalls wiedererlernen kann. Denn es gibt unzählige Phänomene, von denen mich jedes einzelne in größtes Staunen, in Begeisterung, in Demut versetzen kann. Und wenn ich nun kindlich klinge – wie wunderbar! Aber ich staune über Zugvögel, die ihren Weg über gewaltige Strecken finden; über Mutterliebe, die im gesamten Tierreich für den Erhalt der Arten sorgt; über Bienen – wer hat sich das ausgedacht? – die von Pflanze zu Pflanze fliegen um die Fruchtbarkeit eines ganzen Planeten zu erhalten. Und dann sind da die großzügigen Geschenke an uns – in Form unserer Sinne, unseren Fähigkeiten zu schmecken, zu fühlen, Mitgefühl zu empfinden und nicht zuletzt vernunftbegabt zu handeln, zu denken.

Ganz schlicht: Ich finde das erhaltenswert, ihr nicht? Und selbst wenn man sagen kann, dass diese Welt uns Menschen am Ende vielleicht nicht braucht – aber auf dem Weg, den wir gerade gehen, werden wir noch vor unserem eigenen Aussterben für so viel Zerstörung verantwortlich sein, für das jetzt schon massive Artensterben, für den Verlust von so viel Schönheit. Ist das dann eben der Gang der Dinge? Ich glaube nicht. Für mich ist es nicht der hinzunehmende Lauf der Welt oder gar natürliche Auslese, wenn eigentlich doch nur wir Menschen es nicht schaffen, die uns geschenkte Vernunft im Kollektiv nicht einzusetzen. Wenn wir stattdessen Gier, Grausamkeit und Rücksichtslosigkeit den Vortritt lassen, ob aus Dummheit, Feigheit oder Bequemlichkeit. Denn ich bin sicher, wir können uns immer entscheiden. Und so ist es auch jetzt das oberste Gebot, sich zu entscheiden und zu handeln.

Daher bin ich so froh über die Fridays for Future, und dass ich ein kleiner Teil dieser Bewegung sein darf. Den unterstellten Egoismus habe ich hier nie gespürt. Gespürt habe ich nur den unbändigen Willen, eine Zerstörung, die ohne jede Vernunft passiert, nicht hinzunehmen. Sich einzusetzen, auch wenn man Widerstand erfährt. Für andere und für den Erhalt dieser Erde.

Josef Hien gehört zu den