Im Wissen

Die Fridays for Future machen mir Hoffnung, wie ich sie seit Jahren nicht verspürt habe. Und mein Glaube ist zurück, dass ich etwas verändern kann – im Sinne aller, die auf dieser Welt leben und sie erhalten möchten. Daher gehen auch alle Einnahmen aus diesem Lied an die Fridays for Future.

Mit Dir – das Album
seit 22. Februar bei Sturm & Klang

„In der Tradition großer Liedermacherkunst – mit allem, was dazu gehört.“
Hooked on Music

Meine Geschichte

Vom Whistleblower zum Liedermacher oder: Wenn ihr etwas sagen müsst – singt es!

Spielzeugverkäufer, Opernsänger, Eventmanager, Tennistrainer, Marketingleiter und Altenheim-Umzugskoordinator – all das war ich schon in diesem Leben. Eines Tages stellte ich fest, dass in meiner Firma manches nicht ganz in Ordnung war. Also beschloss ich, das auch zu sagen. Das änderte an den Umständen leider herzlich wenig – nur für mich wurde das Leben etwas schwieriger. Doch genau in diesem Moment schenkte mir jemand eine alte Gitarre, und dann passierte etwas, das ich bis heute nicht erklären kann: Ich schrieb sofort mein erstes Lied, es war innerhalb von Sekunden da und fertig in meinem Kopf. Ich konnte nur leider nicht Gitarre spielen und musste das also so schnell wie möglich lernen! Dieses erste Lied war ein Aufschrei, eine Kritik an den Zuständen in meiner Firma. Auftritte hatte ich zu dieser Zeit zwar keine, klar – aber dann kam das Sommerfest der Firma…

Ich fragte an, ob beim Fest nicht mal etwas Musik nett wäre, so zwischen Haupt- und Nachspeise – und sang schließlich vor versammelter Belegschaft mein Lied. Große Aufregung! In der Folge ging es nämlich um die Frage, ob das Lied „justiziabel“ sei. Denn die Firma schaltete tatsächlich Anwälte ein; man braucht dann leider selbst auch einen Anwalt, und aus all dem will ich euch nur eine Erfahrung weitergeben: Wenn ihr einmal Kritik in eurer Firma äußern möchtet, dann sagt sie nicht einfach! Nehmt euch ein Instrument und singt sie! Dann gilt, so habe ich gelernt, hierzulande die Kunstfreiheit, und die trägt einen ziemlich weit. Und ehrlich – so schlimm war mein Lied ohnehin nicht. Darum kam es am Ende auch zu einer Einigung: Ich bekomme eine Abfindung und verlasse bitteschön die Firma. Aber wisst ihr was? In der Zwischenzeit waren immer mehr Lieder entstanden, und mit der Gitarre klappte das mittlerweile auch – und so beschloss ich, die Abfindung zu nehmen und aus meinen Liedern ein Album zu machen. Plötzlich ging eine Tür nach der anderen auf: Yoyo Röhm produzierte das Album, Konstantin Wecker gefiel es, er verschaffte mir einen Plattenvertrag, und so erblickte „Mit Dir“, mein erstes Album, das Licht der Welt!

Verrückt, nun bin ich also Liedermacher – und ich empfinde es als Geschenk. Denn ich war 15 Jahre alt, als mein Vater, ebenfalls Musiker, im Alter von 43 an einem Herzinfarkt gestorben ist. Ich war genau in seinem Alter, als die Geschichte passiert ist, die ich euch hier erzählt habe. Und ich kam dabei in die schwierigste berufliche Situation meines Lebens und gesundheitlich bis an die Grenze. Aber auch genau in diesem Moment kam irgendwoher die Musik, ich begann zu schreiben und gesund zu werden. Ich lebe dabei im Bewusstsein, nun die Jahre zu erleben, die mein Vater nicht mehr haben durfte. Und ich tue das mit dem Erbe seiner Stimme und, das hoffe ich, seiner musikalischen Begabung. Danke, Papa!

"Schnörkellos ehrlich"

Portrait im Deutschlandfunk
zur Seite des Senders

Hier anhören

"Haltung zeigen"

Mittwoch, 20. Februar 2019
Portrait der Süddeutschen Zeitung

hier online lesen

Termine

01.02.2020D-VelburgKneipenbühne OberweilingTickets
08.02.2020D-Taufkirchen/VilsWasserschlossTickets
15.02.2020D-BerlinMastulTickets
05.03.2020D-WaldkraiburgHaus der KulturTickets
08.03.2020D-SonthofenKulturwerkstattTickets
13.11.2020D-RegenstaufThomas Wiser HausTickets

Videos

AfD und Pegida sprechen vom Genozid am deutschen Volk, ihre Populisten wollen die „Eliten aus den Parlamenten, Gerichten, Kirchen und Pressehäusern prügeln“. Bei alledem sind in den letzten Jahren mehrere Tausend Menschen im Mittelmeer ertrunken, die keine Lösung wussten als dieses Risiko einzugehen… Wo gehen wir hin? Plötzlich war da nur noch dieses Lied in meinem Kopf…

Und es geht schon wieder los: Christbaumständer, Rentiere, Lichterketten – da müsst ihr durch, wenn ihr nun bald unbedacht ein Kaufhaus, ein Möbelhaus oder einen Baumarkt betretet. Selbst schuld… O du fröhliche!

Was in aller Welt ist ein Elitepartner? Bin ich einer? Oder Du? Eigentlich ist echte Liebe doch immer die Liebe zu jemandem, der genau so herrlich unperfekt ist wie man selbst. Aber ist das überhaupt noch möglich – in einer Zeit die uns durch Algorithmen dreht und optimiert per App anbietet? Und überhaupt, Liebe: Hast Du dafür noch Zeit?

In jedem Jahr gibt Global Footprint Network den sogenannten Weltüberlastungstag bekannt. An diesem Tag haben wir alle regenerierbaren Ressourcen verbraucht, die uns eigentlich für das gesamte Jahr zur Verfügung stehen. Als mein Lied entstand, lag der Tag mitten im August – und wandert seitdem immer weiter nach vorne…

Höher, schneller, weiter, mein Haus, mein Auto… Aber wenn Du nicht bei mir bist, weißt Du eigentlich, was ich dann tu? Ohne Dich vergeht die Zeit, der Wind weht, und ich bin nur das Publikum. Na klar, ich trau mir manches zu. Aber gelingen wird es mir nur – wenn Du bei mir bist.

Übrigens

Newsletter

Wenn es wichtige Neuigkeiten oder Auftritte gibt, informiere ich Euch gerne – und bestimmt nicht mit einer Flut von Mails, versprochen… Falls Ihr an den Infos Interesse habt, tragt Euch einfach hier für den Newsletter ein!

Josef Hien gehört zu den